Mittwoch, 14. Mai 2025

Aus Glas

 Ich hab Angst vor Scherben.

Angst vor Splittern in meinen Füßen,

vor den ganz kleinen, den unscheinbar feinen.

Die, die stecken bleiben

sich in dir vergraben, ganz tief

 ehe du es überhaupt bemerkst

ehe, du auch nur irgendetwas tun kannst

und dann sind sie da

du siehst sie nicht

du spürst sie nicht einmal

nicht bis der Druck steigt

dann sind sie da

spitz, voller Qual

dann lässt der Druck nach

du spürst sie nicht mehr

und wenn du beginnst zu hoffen 

sie seinen fort und du befreit

wenn du sie schon fast vergessen 

geht es gut, ist okay

bis der Druck steigt

dann sind sie da


letztendlich und das war dir von Anfang an klar

musst du sie herausschneiden

nur ein größerer, noch tieferer Schnitt in dein eigenes Fleisch 

kann dich retten

dich erlösen


Sonntag, 6. November 2022

10 Jahre später

 Alles liebe zum Hochzeitstag.

Zu unserem ersten, zu unserem einzigen, zu unserem letzten.


Ich weiß, wir waren jung, als wir uns dieses Versprechen gegeben haben. 

Versprechen, ich weiß nicht mal mal ob man es das überhaupt nennen kann.

Haben wir es uns versprochen? Oder haben wir es einfach nur gesagt. Hast du es einfach nur gesagt?

Ich habe es gemeint, gehofft und geglaubt. Ich wollte das es passiert. Heute. 10 Jahre später.

10 Jahre nachdem wir gemeinsam da gesessen haben, auf dem Klettergerüst. 


Nicht sicher bin ich mir, was schlimmer ist, wenn du es vergessen hättest oder wenn es dir einfach egal ist. Vielleicht ist das ja aber doch nur das gleiche.

Wenn es aber nichts von beidem ist? Wenn dir der einzige Grund passiert ist, unseren Vertrag nicht einzuhalten.

Was, wenn du die Liebe gefunden hast. Eine, die es wert ist sie festzuhalten.

Eine, die man nicht warten lässt, sondern bei der Hand nimmt und nie wieder loslässt.

Wenn das der Fall sein sollte, dann wär mein Herz tot. Und doch hätte ich keine andere Wahl, als mich für dich freuen, denn du hast es verdient. Du hast alles Glück dieser Welt verdient.


Also, nachdem ich nun hier sitze, allein, 10 Jahre später, muss ich mir eingestehen, dass ich kein Teil deines Lebens mehr bin, ich gehöre nicht mehr dazu, sollte ich das je wirklich getan haben.


So verabschiede ich mich. 


Ich wünsche dir alles, alles Glück der Erde.


Und auch, wenn ich alles,  wenn auch schmerzlich, ernst meine,..

hätte ich nichts lieber getan, als dich heute zu heiraten.

Also,..

alles liebe zum Hochzeitstag.

Freitag, 21. Januar 2022

Ich vergesse langsam,...

 Ich vergesse langsam, wie du ausgesehen hast,

wie du mich angesehen hast.


Meine Erinnerung verblasst.


Das, was ich gesehen habe,

aber niemals das, was ich gefühlt habe.


Das Gefühl von uns verblasst,

niemals.






Sonntag, 1. August 2021

Wind

Der Wind so stark,

lässt des toten Vogels

Flügel schlagen.

Hebt sie an.

Lässt Ihn, überfahren,

auf der Straße winken.




Donnerstag, 13. Mai 2021

Balkon in Italien

 -Vielleicht-

Ich weiß, ich habe damals vielleicht gesagt.

Vielleicht irgendwann

und ich habe es so gemeint.

Doch jetzt nicht mehr.

Jetzt meine ich bestimmt...ganz sicher,

wenn es nach mir ginge.

Aber jetzt bist du es, der sagt: "Vielleicht",

oder "niemals mehr",

oder vielleicht sagst du auch gar nichts.

Vielleicht hast du mich schon längst vergessen.

Hast du mich vergessen?

Vielleicht.




Dienstag, 16. März 2021

blaue Flecke

 Blutergüsse an meinen Beinen

Sie zieren meinen Körper

Die Oberschenkel sind übersäht 

Blaue Flecke an meinen Beinen

Sie ähneln der Form von Händen

Meiner Hände

Hände, zu Fäusten geballt


Schmerz erzeugen, um den Schmerz zu stillen

Alles Angestaute muss hinaus

Aber leise und still, völlig unbemerkt


Auf diese Art spüre ich es.

Nur ich,

niemand hört es,

niemand sieht es,

nur ich spüre es.

Spüre es so sehr,

daß ich Nichts anderes mehr fühlen kann,

daß ich Nichts anderes mehr fühlen muss.


Auf den heftigen Schmerz konzentriert,

ist für den Moment alles vergessen,

alles in meinem Kopf,

alles um mich herum löst sich auf.

Nicht für lange Zeit,

nur für einen Augenblick.

Doch lohnt es sich.

Doch lohnt es sich?


Montag, 7. Dezember 2020

Das Ganze

Manchmal ist es schwer, 
ich muss mich konzertieren, mich besinnen, 
meine verschiedenen Leben nicht zu vermischen. 
Jedem nur das zu erzählen, 
von dem er schon weiß. 

So muss ich jede Geschichte,
 ein bisschen abändern. 
Ein, zwei Details weglassen. 
Die Tatsachen, damit etwas verdrehen, 
ohne je wirklich zu lügen. 
Jedesmal die Welt neu erschaffen
in der, mein Gegenüber glaubt, 
ich würde leben. 

Denn es gibt Niemanden, 
der das Ganze kennt, 
vielleicht nicht einmal ich selbst.




Mittwoch, 12. August 2020

Die drei Worte

Beinahe hätte ich “Ich liebe dich” zu dir gesagt. 

Aber ich habe mich zurück gehalten, 

weil ich genau wusste, das es bedeutet dich zu verlieren. 

Daß, du mich dann verlassen würdest. 

Aber du wusstest was ich zu dir sagen wollte, 

was ich eigentlich meinte als ich sagte “Ich mag dich. Wirklich.” 

Und so bist du trotzdem gegangen, ganz leise, ohne ein Wort. 

 Ich glaube, damit habe ich es ruiniert. 

Doch noch mehr als die Tatsache, dich dadurch verloren zu haben, 

bereue ich, daß ich es nicht zu dir gesagt habe. 

Das ich nie die drei Worte zu dir gesagt habe. 

Im Nachhinein ist es leicht, das bereuen der Dinge die man nicht getan hat. 

 Aber hätte ich vorher gewusst das ich dich so oder so verliere, 

ob ich es nun ausspreche oder nicht, dann hätte ich es gesagt. 

Ich hätte gesagt “Ich liebe dich”. 

Ich hätte es das erstmal gesagt und auch wirklich so gemeint, wenigstens einmal. 

Aber diese Chance habe ich vertan und noch schlimmer ist, 

ich weiß nicht ob sich je eine neue Chance ergeben wird.



Samstag, 2. Mai 2020

Du warst mein Sinn, du warst mein Grund

Ich sehe keinen Sinn mehr in meinem Leben.
Ich will mich nicht umbringen oder so, dazu gibt es keinen Grund. So schrecklich ist das Ganze ja nicht. Aber es gibt eben auch keinen Sinn mehr für mich. Und ich bin mir sicher das dies auch zwei verschiedene Dinge sind. Würde, keinen Sinn mehr im Leben zu sehen, automatisch einen Selbstmordwunsch oder Versuch erzwingen, wären wir alle schon längst Tod.
Sicher, jeder war schon mal an diesem Punkt, an dem alles irgendwie keinen Sinn mehr macht, aber bei mir ist es anders. Es ist nicht so das alles ganz schrecklich grausam und nicht mehr auszuhalten ist. Nein, so ist es nicht, wirklich. Aber da ist eben auch nichts wofür es sich zu leben lohnt. Nichts, worauf ich mich freue, nichts worauf ich hinarbeiten würde oder etwa worauf ich warte und für das ich all das jetzt überstehe. Wobei letzteres voraussetzen würde das ich Träume, Pläne oder gar Ambitionen hätte. Die habe ich aber nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal ob ich so etwas je hatte. Natürlich träume ich, von gewissen Dingen, gewissen Gegebenheiten. Aber im selben Moment bin ich realistisch und wie es für mich typisch ist auch pessimistisch. Werfe alles erträumte direkt vom Tisch, weil ich es nicht kann, die Mühe sich nicht lohnt, die Enttäuschung zu groß wäre, wenn es nicht klappt.
Alles Ausreden, um Dinge gar nicht erst zu versuchen und in Angriff zu nehmen. Es ist leichter so, ganz sicher, aber es macht eben auch nicht glücklich oder zufrieden. 
Es sollte sogar viel mehr unzufrieden machen, oder das was man fühlt wenn man nichts erreicht.
Aber nicht einmal das verspüre ich,.. da ist einfach nichts. Kein Gefühl, keine Emotion, nur Gleichgültigkeit.

Ich bin nicht besonders hübsch, ich bin nicht reich, habe kein Talent, bin nicht dünn, habe eine schlechte Haut und kein Selbstbewusst sein. Ich habe keine Begabung, keine Bestimmung, keine Zukunft. Ich habe einen Job, das ja, einen der nicht zu schlecht bezahlt ist, dafür das ich in der Ausbildung bin. Aber ich mag meine Arbeit nicht, und ich kann sie auch nicht. Weil ich keine Leidenschaft dafür habe, keine Passion. Alles ist ganz gut, schon okay oder ganz in Ordnung. Nichts ist großartig, faszinierend, spannend. Alles gleitet einfach so vor sich hin. Das einzige was vor mir liegt ist diese Prüfung, bei deren Gedanke sich schon alles in mir zerreist. Ich werde diese Prüfung machen und bestehen oder auch nicht. Wenn nicht geht die Hölle noch ein wenig weiter und setzt noch einmal einen drauf. Und ich habe einen Punkt mehr auf der Liste der Dinge die ich nicht geschafft habe. Sollte ich sie aber tatsächlich bestehen, stehe ich vor der nächsten Frage. Was nun? Dann weiß ich wieder nicht was ich tun soll, wo ich hin soll und werde wieder nur irgendetwas anfangen nur damit ich irgendetwas habe. Damit ich beschäftigt bin, für den Augenblick. Der Augenblick der sich mein Leben nennt.
Denn bisher habe ich nichts anderes getan, als von der einen zur anderen Sache zuhüpfen. Von einen an den nächsten Ort zu wandern. Immer die neue zu sein, sich auf nichts und niemanden ein zu lassen. Es zu genießen und gleichermaßen zu hassen, immer die außenstehende zu sein. Abstand gibt Sicherheit, aber niemals Vertrautheit. Nur die mit dem Abstand selbst.

Für einen kurzen Moment warst du in meinem Leben. Für diese Zeit schien alles so perfekt. Du warst da und hast meinem Leben, ob gewollt oder nicht, einen Sinn gegeben. Du hast mich zum lächeln gebracht, mit dir hatte ich etwas worauf ich mich freuen konnte. Natürlich habe ich mir über dich und über uns, ständig Gedanken gemacht und ständig den Kopf zerbrochen. Darüber ob ich alles richtig mache, ob ich mich wieder falsch verhalte und so weiter und so weiter. Im Großen und Ganzen aber, war ich einfach nur glücklich. Weil ich mich in dich verliebt hatte. Weil ich dich wirklich geliebt habe. Es war Liebe, keine Frage. Und wenn jemand fragt "Woher weißt ich das es Liebe ist?" und die Antwort immer lautet "Du weißt es einfach." , dann stimmt es. So ungern ich das auch zugeben mag, aber es ist eben wahr. Am Anfang ist man erst ganz überfordert mit dem was man da fühlt, mit dem was da plötzlich vor sich geht, in einem selbst. Was man plötzlich bereit ist zutun, ohne auch nur darüber nach zu denken oder es zu hinter fragen. Man ist tatsächlich blind. Aber das war vollkommen in Ordnung. Ich meine es war wirklich schön, es war unbeschreiblich.
Das Problem ist nur, wenn man die Augen wieder aufmacht und plötzlich wieder anfängt zu sehen und doch nichts sieht. Es hatte sich alles leicht verloren, war weniger geworden. Mein Stolz und meine Unsicherheit haben es mir nicht erlaubt dem nach zu gehen. Noch einmal Kontakt zuknüpfen. Ein einfaches "Hallo" hätte vielleicht alles verändert, oder das Ende eben nur weiter hinausgezögert.
Ich weiß es nicht, ich weiß keine Antwort auf das "Was wäre wenn?" oder das "Warum?", und auch nicht auf das "Was könnte sein?". Natürlich könnte ich für die Zukunft die Frage beantworten. Nur die nächste Frage wäre ob ich es überstehen würde, wenn du nicht antwortest, oder wenn das was du antwortest die Wahrheit ist und du beginnst mir all meine Fehler aufzuzeigen und gestehst, dass du eigentlich nur nett sein wolltest. Ich glaube wirklich nicht, dass ich das überstehen würde.
Also lasse ich es und geben damit gleichzeitig meiner letzten Chance den Gnadenschuss. Aber was soll´s, stimmt´s? Immerhin ist das doch genau meine Einstellung. Nur leider tut es trotzdem weh, so sehr man es nicht möchte, der Gedanke tut einfach weh. Der Gedanke daran dir nicht genug gewesen zu sein, nur ein kleiner, netter Zeitvertreib, während du für mich die Welt bedeutest hast.

Was ich eigentlich sagen will, weil ich es dir niemals mehr sagen werde, ich vermisse dich. Ich vermisse die Gespräche mit dir, ich vermisse es wie du mich zum lachen bringst. Ich vermisse wie ich es geschafft habe dich aufzumuntern, wie du bei mir warst. Ich vermisse wie du in meinen Armen eingeschlafen bist und meine Hand nicht mehr losgelassen hast. Wie du mich zu dir gezogen hast, damit ich dich küsse. Wie sich deine Finger in den Stoff meines Hemdes gegraben haben. Ich vermisse es, wenn du diese kleinen Dinge gesagt hast. Wie du meine Jacke auch noch bei 27°C getragen hast. Ich vermisse deinen Duft und wie du ihn überall hinterlassen hast. Ich vermisse es mit dir Nachmittags um 3 Uhr zu frühstücken und Nachts um 4 Uhr Pizza zu backen. Ich vermisse deine Stimme und dein Lachen, das du immer so seltsam fandest. Eigentlich vermisse ich alles an dir. Doch am aller meisten vermisse ich uns. Weil es uns wirklich gab. Auch wenn e sich jetzt alles anfühlt, wie ein Traum. Dich gibt es und mich auch und uns zusammen gab es wirklich. Wenn auch nur für einen Augenblick.

Vielleicht sollte ich es genau dabei belassen, es war schön wie es war und es ist vorbei und genauso soll es sein.
Kein leichter Gedanke, aber vielleicht einfacher als den Grund zu erfahren und sich noch einmal das Herz selbst zu zerreißen.

Irgendwie finde ich kein gutes Ende, genau wie Du. Vielleicht, weil ich ewig weiter schreiben könnte. Doch, wenn das mein Grund ist, was war dann deiner?

Dienstag, 10. März 2020

We missed our chance

i wonder where you are now
with who you are now

we missed the chance for a life together

because we were too young to know
we were too stupid

and now, im sitting here
drawing you
and wonder what we may have missed.
Painfully knowing, we missed our chance.



Klar und deutlich, in meinem Verstand


Manchmal denke ich, wenn etwas so klar und deutlich in meinem Verstand ist, 
dass es dann auch real sein muss
und es wirklich im wahren Leben existiert.
Auch, wenn es bescheuert ist,
aber ich bin jedes Mal überrascht, wenn ich realisiere, dass es nicht so ist.
Wenn ich realisiere, dass ich ganz alleine bin.
Dass alles nur ein Traum war,
wieder nur ein Traum war.



Donnerstag, 11. April 2019

alte Fotos

Ich sehe mir immer wieder alte Fotos von dir an.
Auch die neueren.
Aber nicht die von uns,
denn die gibt es nicht.

Es gibt nur ein altes Foto von uns beiden.
Als wir fast noch Kinder waren.

Aber ich erinnere mich gut an den Abend.
Du warst nur zu Besuch.
Wir haben noch in getrennten Betten geschlafen,
aber doch lagen wir zuvor noch lang neben einander.
Wir haben uns geküsst,
ganz leise,
um die anderen nicht zu wecken.

Ich weiß noch, wie unangenehm es mir war,
das ich Angst hatte du würdest den süßen Geruch
meines Schweißes riechen.

Wir waren im Wald, spazieren,
als wir darüber sprachen.
Darüber, das wir beide wissen das wir keine Wahl haben,
dass es immer darauf hinauf laufen wird.
Auf uns beide, gemeinsam.
Sei es nur ein Kuss.

Und das tat es dann auch,
an diesem Abend
und an allen anderen.

Bis Heute.
Bis zu dem Tag, seit dem wir uns nicht mehr gesehen haben.
Bis Heute,
an dem Tag, an dem es immer noch, nur ein Foto von uns beiden gibt,
auf dem wir fast noch Kinder waren.







Mittwoch, 3. April 2019

Maybe I miss something we never where

Hi,..

ich wollte dir nur sagen das dein Handy-Ladekabel noch bei mir liegt. Beziehungsweise hat es mittlerweile meine Schwester, beziehungsweise hat sie es bestimmt schon irgendwo verlegt.
Jedenfalls, wollte ich nur wissen ob du es schon vermisst? Ich habe es seit über zwei Jahren.
Aber um ehrlich zu sein, interessiert mich das überhaupt nicht.
Was ich wissen will ist,ob du mich vermisst?
Ich vermisse nämlich dich.
Manchmal, nicht immer, nicht jeden Tag.
Ich denke nicht jede Minute an dich.
Nur ab und an, wenn mich die Flashbacks der Vergangenheit einholen.
Oder, wenn du mich einholst, in meinen Träumen und all die Gedanken an Damals, an dich, wieder so real sind, als seien sie nie fort gewesen.
Vielleicht sind sie das ja auch nie gewesen, vielleicht waren sie nur einfach gut versteckt.
Nicht gleich zu sehen und doch immer da.

Also vielleicht vermisse ich gar nicht dich, sondern wie es sich angefühlt hat.
Das.. was ich bis heute nicht in Worte fassen kann, das was sich einfach nicht beschreiben lässt, egal wie sehr ich es versuche.

Bei unserer letzten Begegnung habe ich dich eigentlich gar nicht wieder erkannt. Du warst nicht mehr die Person an die ich mich erinnerte, die ich einmal kennengelernt hatte. Du warst mir völlig fremd. Dabei habe ich mich so sehr daran geklammert und versucht zu finden, wen ich einst zurück gelassen hatte.

Ich habe dich nicht gefunden, nur zum Zug gebracht, um dich zu verabschieden.
Nur um dich nie wieder zu sehen.
Das war der Tag, an dem du dein Ladekabel bei mir liegen liest.




Danach, haben wir noch kurz geschrieben, weil du es wieder wolltest, weil dir bewusst geworden war das du es vergessen hast. Aber anscheinend wolltest du es nicht genug wieder, dass du dich noch einmal meldest. Anscheinend wolltest du mich nicht genug wieder. Genauso wenig, wie ich dich.




Mittwoch, 20. Februar 2019

Engel über Amerika

"Nachtflug nach San Francisco.
Ich jage den Mond Durch Amerika
Gott, ich war seit Jahren nicht mehr im Flugzeug.
In 35.000 Fuß Höhe, erreichen wir die Tropopause,
den großen, mächtigen Gürtel voll ruhiger Luft.

Dem Ozon so nahe. wie es nur geht. 
Ich träumte, wir hätten es erreicht.
Das Flugzeug durchbrach die Tropopause,
die sichere Luft und erreichte den Rand.
Das Ozon das rau war und zerfetzt.
Manche Stellen wirkten abgenutzt,
wie ein alter Verband und das war furchterregend.


Aber ich sah etwas das nur ich sehen konnte,
weil ich die wunderbare Gabe besitze Dinge zu sehen.

Seelen stiegen empor, von der Erde weit unter uns.
Seelen von Toten. 
Von Menschen die gestorben waren, an Hungersnöten, 
im Krieg, an der Pest. 
Sie schwebten nach oben, wie Fallschirmspringer die auf dem Kopf stehen.
Alle viere von sich gestreckt, sich drehend, kreisend.
Und die Seelen der Verstorbenen nahmen sich an Händen und Füßen 
und bildeten oben ein großes Netz aus Seelen.
Und die Seelen wurden zu Molekülen aus drei Sauerstoffatomen, zu Ozon.
Und der Weltraum nahm sie auf und war damit geheilt.
Denn nichts geht für immer verloren.
In dieser Welt durchlaufen wir eine schmerzhafte Entwicklung.
Wir sehnen uns nachdem was wir abgeschüttelt haben und
träumen was kommt.
Jedenfalls scheint es mir so. 



...das war´s. Hat dir das gefallen, was ich gelesen habe? Hat es dir gefallen?"

"Ja."



"Und... worum ging es?"

"Liebe."

"Ja, Mom, es ging um Liebe."





Mittwoch, 13. Februar 2019

NichtFreitag

Der erste Tag auf Arbeit,
an dem ich wirklich mal
einen attraktiven Patienten hatte..
jung,
gut aussehen,
weiblich.
Und ausgerechnet an diesem Tag bin ich total erkältet,
sehe aus wie ein zertretener Kaugummi
und lege ihr den Verband falsch an.
Und das alles während ich hin und her gerissen war,
zwischen der Konzentration auf Sie
und darauf das mir nicht die Rotze aus der Nase läuft.

#Der13. #NichtFreitag

Sonntag, 27. Januar 2019

Zu diesem Moment

Ich möchte einfach nur zurück zu diesem Moment,
zu diesem Augenblick mit dir.
Zurück zu unserem perfektem Abschied,
nach unserem perfektem Abend.
Das ist es jedenfalls was ich daraus machen möchte.

In meinen Gedanken tue ich es immer wieder.
Es ist der selbe Abend mit dir,
nur dieses Mal zahle ich den Kaffee für dich.
Dieses Mal gehe ich zurück um dir ein Holzstäbchen zum umrühren
deines Cappuccino zu holen.
Das, als wir uns verabschieden, sich unsere Wege beinahe trennen,
du mich dann aber noch bis zu meiner Haustür begleitest
und ich deine Hand nehme, das ändere ich nicht.
Auch nicht, dass ich dich nach unserer Umarmung und nachdem ich
schon einen Schritt gegangen war, mich noch umdrehe um dich zu küssen, ganz flüchtig.
Nur sehe ich dich diesmal an, ganz lange und küsse dich, richtig, und intensiv.
Um mich dann mit einem lächeln auf den Lippen von dir zu lösen und dir auf wiedersehen zusagen.

Um dich dann auch wieder zusehen, auf die selbe Art und Weise
und uns beiden eine Zukunft zu geben und all die Träume und Gedanken wahr werden zu lassen.

Du hattest uns die Chance gegeben. Ich nicht. Ich war feige.
Und jetzt bist du es, die es hinter sich gelassen hat und weiter lebt.
Und jetzt bin ich es, die all dem was hätte sein können nach trauert, noch mehr als dem was wirklich war.

Es tut mir leid. Für dich. Und für mich.
Ich spiele in deinem Leben keine Rolle mehr, nachdem ich mich selbst entlassen habe.
Es gibt keinen Weg zurück. Das weiß ich. Wirklich.

Doch kann ich nicht aufhören.
Ich möchte einfach nur zurück zu diesem Moment.




Montag, 10. September 2018

Es ist mein Traum

Weißt du überhaupt, was ich weiß?
Was mir aufgefallen ist?
Was ich bemerkt habe?
Ich sehe deine Sommersprossen.
Wenn du lächelst, den Glanz in deinen Augen.
Das Strahlen, das dein ganzes Gesicht umhüllt.

Dein fragendes Gesicht, wenn du verwirrt bist.
Wie sich deine Augenbrauen dabei wölben
und ich einfach nicht von dir ablassen kann.

Ich sehe dich nie kommen,
bin jedes mal von dir überrascht
und kann es dann einfach nicht glauben das du da bist.

Ich weiß das du mich nicht bemerkst,
aber das ist okay.
Denn was ich nicht weiß ist,
was ich antworten soll.
Was ich antworten sollte, wenn du mich fragst,
warum ich dich ansehe, warum ich damit nicht aufhören kann.

Ich müsste sagen
das du mir einfach nicht aus dem Kopf gehst,
das ich gar nicht anders kann.
Nicht anders kann, weil ich mich längst in dich verliebt habe.
Du hast mir auch gar keine andere Wahl gelassen.
Aber das kann ich nicht sagen, denn dann wäre der Traum geplatzt.
Mein Traum in den ich mich immer schleiche,
der Traum in dem du dasselbe fühlst wie ich..
Und das kann ich nicht riskieren, diesen Traum kann ich nicht aufgeben.
Auch wenn es nur ein Traum ist. Es ist mein Traum.




Freitag, 17. August 2018

I touched you in my dreams again last night.

Ich habe an dich gedacht.
Nach Ewigkeiten des Vergessen´s.
Nur für Minuten, kurze Augenblicke.

Und letzte Nacht warst du in meinen Träumen.
Wie früher.
Wie ganz am Anfang.
Und ich wusste nicht, wie sehr ich es vermisst hatte,
bis letzte Nacht.
Jetzt weiß ich wieder.

Ich war ganz nah bei dir, kam immer näher und näher.
Doch nicht nah genug. Nur beinahe und fast und..
und dann bin ich aufgewacht.


a girl

how is it possible to still be in love with a girl, if I don't even know her full name?

a girl, I met years ago
a girl, I knew for such a short time
a girl, I kissed just once
a girl, I thought I´m not brave enough for
a girl, I miss as I was known her for years
a girl, I wish I kissed twice
a girl, that I wish has not forgot me
a girl, that I wish to meet again
a girl, I wish to ask for her full name.




Samstag, 16. Juni 2018

Out of Control

Ich dachte ich könnte damit umgehen.
Ich dachte ich könnte es kontrollieren.

Aber diesen Punkt habe ich, egal wie sehr ich versucht habe es zu verhindern,
schon längst überschritten.
Ich habe es nicht mitbekommen, nicht einmal ansatzweise.
Aber so ist das wohl, man bekommt es nicht mit.
Es gibt nicht diesen einen Zeitpunkt, den einen Moment.
Es macht nicht klick und man ist sich dessen einfach bewusst, wie sehr man bereits mit hinein gezogen wurde.

Ich dachte ich mag dich und ich dachte, ich wäre in dich verliebt.
Aber genauso dachte ich, ich könnte damit umgehen, wenn es nicht mehr so wäre.
Wenn du aufhören würdest mich anzulächeln.
Wenn du keine Lust mehr auf mich hast oder einfach das Interesse verlierst.
Ich dachte wirklich, wenn du einfach gehen würdest, wäre es mir einfach egal.
Es wäre ungewohnt, aber ich dachte ich würde mich dann frei fühlen, einfach weiter meiner Wege gehen.

Aber jetzt, ist mit mehr als schmerzlich bewusst geworden das es wehtut.
Das es unfassbar schmerzt dich gehen zu sehen.
Da zu sitzen, außerhalb deines Blickfeldes, innerlich bettelnd und flehend, dass du zurück
kommst.
Aber du kamst nicht, du bist gegangen, wie ich.

Und jetzt ist mir klar, das es zu spät ist. Es ist mir nicht gleichgültig.
Ich habe begriffen, daß wenn du jetzt gehen würdest, falls du das nicht schon getan hast,
dass es mich zerreißen würde, in 1000 kleine Fetzen.

Und das diese Gewissheit, so unfassbar abhängig von dir und deinen Gefühlen, die du nicht einmal komplett kontrollieren kannst, abhängig zu sein, liegt wie Fels auf mir.
Sodas ich mich nicht bewegen kann, nicht atmen kann und allein der Gedanke daran, mich zum ersticken bringt.